MultiProjecting

Über Produktivität aus den verschiedensten Blickwinkeln

Warum ist dein Zeitmanagementsystem nicht vollkommen?

8/11/2008 8:04:00 AM CET

Ivan Blatter auf imgriff schreibt über die Produktivitätsfalle: man kennt eine Menge Tipps, probiert verschiedene Softwares aus, und wird überhaupt nicht produktiver. Diese Falle von der Informationsflut existiert tatsächlich, meiner Beobachtung nach sieht es aber noch häufiger so aus: man probiert eine Menge neue Dinge aus, wird etwas produktiver, aber spürt diese Verbesserung nicht, und ist stets unzufrieden mit dem eigenen Zeitmanagementsystem.

Diese Unzufriedenheit signalisiert meistens keinen Mangel an Fortschritt, sondern Ambition. Ambition ist toll, sie darf aber nicht dazu führen, dass du die Werte des aktuellen Systems ignorierst und ausschließlich die Probleme bemerkst.

Dass du dein vollkommenes Zeitmanagementsystem noch nicht gefunden hast, ist nicht dein Fehler. Das liegt in der Natur des Problems.

Schumacher unterscheidet (z. B. in „Guide for the Perplexed“) zwei Arte von Problemen. Konvergente Probleme haben eine Lösung: je intelligenter man sie studiert, desto eindeutiger ist die Antwort. Viele naturwissenschaftliche Probleme gehören zu dieser Kategorie. Bei den diversen Problemen funktioniert es nicht: je mehr man sich mit dem Problem beschäftigt, desto vielfältigere Antworte findet man.
Wie kann ich produktiver arbeiten? Wie sieht das ideale Zeitmanagementsystem für mich aus? Wie kann ein Unternehmen höheren Gewinn erreichen? Diese sind typische diverse Fragen.

In seinem Buch, Die fünfte Disziplin, schreibt Peter Senge, warum das Erkennen von solchen diversen Problemen in einer lernenden Organisation unverzichtbar ist. Wenn wir glauben, dass wir „die Lösung“ gefunden haben, dann sind wir nicht mehr offen auf neue Initiativen. Andererseits kann die natürliche Unzufriedenheit sich in Frust verwandeln, wenn wir diese vollkommene Lösung „noch nicht“ gefunden haben. Vor allem muss man verstehen, dass die Frage komplex ist, keine einzige „gute“ Antwort existiert, und die ständigen Verbesserungsversuche natürlich und nötig sind.

General Electric gehört seit Jahrzehnten zu den erfolgreichsten Firmen. Es ist berühmt, wie viele Managementideen sie immer wieder ausprobieren. Und niemand würde sagen, dass dieser Spaß am Versuchen ein Kennzeichen der unzureichenden Leistung ist.

Hast du schon ein kleineres oder größeres Zeitmanagementsystem, das aus Liste(n), Kalender, Software(s), Gewohnheiten, usw. besteht? Verwende es, pass bewusst sowohl seine Stärken, als auch seine Schwächen auf! Und versuche es immer wieder zu verbessern!

Lesen und verwirklichen
In seinem Artikel unterscheidet Ivan Blatter Wissen und Klugheit, wo Klugheit organisiertes und anwendbares Wissen bedeutet. Das Lesen fantastischer Produktivitätsmethoden macht einen keinen Deut produktiver – das Verwenden einiger winzigen Tipps kann schnell die Leistung verbessern.
Seth Godin empfiehlt, dass wenn du ein Businessbuch liest, denke dich mindestens 3 Sachen aus, die du in deiner täglichen Arbeit verändern wirst. Sogar in einem kleinen Artikel sollst du mindestens 1 inspirierende Idee finden.

Das muss nicht unbedingt ein konkreter Tipp sein, den du eins zu eins umsetzen wirst. Oft sind interessante Denkanstöße hilfsreicher, wenn du sie kreativ benutzen kannst.



Kommentare



Teile uns deine Meinung mit!


Name*
E-mail (anonym)*
Webseite
Titel des Kommentars
Kommentar*

Vielen Dank für deinen Kommentar!




Reduce your environmental footprint
info at multiprojecting dot com
"Produktives Denken" Workshop
Email-Addresse

Passwort




Passwort vergessen?

Bist du noch nicht registriert?
Email-Addresse

Passwort

Passwort nochmal