Was ist das Ziel eines Urlaubs?
8/4/2008 7:34:00 AM CET
Erholung, Ausspannung – so lautet die klassische Antwort. Hannes Treichl von ANDERS|denken bricht mit einem Tabu, und sagt, dass ein Urlaub auch die Möglichkeit bietet, an einem fremden, inspirierenden Ort zu arbeiten.
Urlaub ist eine heilige Kuh in den Augen von vielen Produktivitätsexperten. Sein einziger Zweck ist Entspannung, man darf sich in diesen Tagen mit Arbeit überhaupt nicht beschäftigen, sogar nicht an die Sachen der Firma denken. Für einige Mensche ist es bestimmt der beste Weg, aber als allgemeines Gesetz dürfen wir so was nicht aussagen.
Ein neuer Platz wirkt inspirierend auf die Arbeit. Und wer nicht genug Geld / Lust / irgendwas hat, einen „Arbeitstour“ zu veranstalten, kann versuchen, innerhalb des normalen Urlaubs ein bisschen zu arbeiten. Ohne den eigenen Urlaub oder die Ausspannung der anderen zu beschädigen.
Quantität Es ist wirklich produktiv, am Meer oder in einem Skiparadies 6-10 Stunden pro Tag zu arbeiten. Das darfst du aber nicht „Urlaub“ nennen, und dazu soll nicht deine ganze Familie anwesend sein. Im Rahmen eines Urlaubs sind höchstens 2-3 Arbeitsstunden pro Tag gestattet.
Separation Im Museum oder im Restaurant zu telefonieren, via Blackberry die Mails zu checken – das ist nicht nur unhöflich, sondern auch frustrierend, und hat nichts mit „Arbeiten auf einem inspirierenden Platz“ zu tun. Suche Zeiträume, während deren du dich ruhig auf deine Arbeit konzentrieren kannst. So wird sowohl deine Produktivität, als auch die Toleranz der anderen höher.
Morgenstunde hat Gold im Munde. Wenn du früher als die andere aufstehst, kannst du etwas Zeit allein mit deinem Laptop verbringen. In aller Ruhe und bei nicht so heißem Wetter. So werdet ihr einander mit den anderen Urlaubmachern nicht stören. (Ja, nicht nur der Lärm der Kinder / Freunde stört deine Arbeit, es funktioniert auch umgekehrt.)
Laune ist wichtiger als du denken würdest. Dein gestresstes Gesicht kann den Urlaub der Familienmitglieder genauso verderben, wie endlose Businesstelefonate.
  
   Wie die Bilder zeigen, war unsere 7-Tage-Rundfahrt in Südungarn reich an Programmen. An 3 Morgen schaffte ich es, früher aufzustehen und ein bisschen zu arbeiten – 50%, nicht so schlecht. Und da wir eine Menge Zeit im Auto verbracht haben, konnte ich viel lesen. :-)
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