Wie können Sie kleine Zeitspannen effektiv benutzen?
Meistens geht unsere Zeit nicht in großen Einheiten verloren. Es kommt selten vor, dass man stundenlang nur auf der Couch sitzt, und überhaupt nichts tut. Wenn Sie doch viermal 15 Minuten an einem Tag mit Warten oder Reisen verbringen müssen, haben Sie gleich eine Stunde „vergeudet“. Oder nicht?
Viele Zeitmanagementgurus behaupten, dass diese kleinen Zeitspannen überhaupt nicht verloren sind, man muss sie lediglich klug benutzen. Obwohl man das leicht einsieht, kommt es häufig vor, dass man eine Viertelstunde lang auf dem Bus sitzt, und nur aus dem Fenster hinausschaut. Jetzt versuchen wir, auf einige häufige Fragen dieses Themas zu antworten.
Wann?
Ein durchschnittlicher Mensch verbringt jeden Werktag mehr als anderthalb Stunden mit Fahren zur Arbeit und von der Arbeit. Wenn Sie viel zu Hause arbeiten können, haben Sie Glück, aber an einem Tag, an dem Sie mit mehreren Kunden Termine haben, ist es wahrscheinlich, dass Sie noch mehr Zeit in ihrem Auto oder in verschiedenen öffentlichen Verkehrsmitteln verbringen. Beim Einkauf muss man manchmal Schlange stehen, vor der Schule einige Minuten auf das Kind warten, und Sie könnten sicherlich die Reihe fortsetzen.
Was?
Die erste Frage ist: was soll man machen? Schreiben ist oft schwierig, einen klassischen Roman in fünf Minuten langen Einheiten zu „verbrauchen“, scheint auch keine gute Idee zu sein.
Eine von den besten Möglichkeiten ist Lernen. Einige Experten des Lernens sagen, dass es sogar effektiver ist sechsmal zehn Minuten mit dem Lernen zu verbringen, als einmal zwei Stunden. Während ein paar Minuten kann man einen Paragraph lesen, und ein bisschen nachdenken. Wenn Sie noch weniger Zeit zu ausfüllen haben, können Sie verschiedene Listen lesen und versuchen zu bemerken. Wenn Sie nichts Spezielles zu lernen haben, können Sie Ihre Fähigkeiten in Fremdsprachen entwickeln. Man kann eine Liste von englischen Wörtern oder ein Stück Papier mit französischen Sätzen immer mitschleppen, und auch für eine halbe Minute aus der Hosentasche oder aus einer Damentasche herausziehen.
Neben dem Lernen, kann man auch an kreativen Aufgaben arbeiten, wo man neue Ideen braucht. Denken Sie an ein Problem, für das Sie keine entsprechende Lösung finden konnten! Vielleicht lesen Sie schnell einige Notizen durch! Was fällt Ihnen jetzt ein? Sicherlich werden Sie einige neue Gedanken haben. Diese sollen Sie auch aufschreiben. Dazu benutze ich meistens mein Handy: so ist es langsamer, aber sicherer. (Na ja, meine Handschrift ist leider nicht zu schön.)
Woher?
Eine häufige Ausrede ist, dass man die nagelneuen, teuren Bücher oder die schönen, mit Sorge angefertigten eigenen Entwürfe lieber zu Hause und nicht in einem Bus liest, wo sie schmutzig werden können. Die wissenschaftlichen Bücher sind manchmal auch ausgesprochen dick und schwer. Die Lösung ist einfach: eigene und ausgesprochen nicht schöne Notizen anzufertigen, die man auch bei leichterem Regen ruhig ausnehmen und lesen kann. Ja, das bedeutet eine extra Aufgabe, aber diese Zeit ist überhaupt nicht verloren. Als Schüler haben Sie sicherlich gehört – oder sogar auch Ihren Eltern mitgeteilt –, dass man ziemlich viel bemerken und lernen kann, während die Spickzettel angefertigt werden. Im Altertum haben die Römischen es schöner gesagt: Repetitio est mater studiorum. (Das heißt: Wiederholung ist die Mutter des Wissens.)
Eine andere – und von vielen empfohlene – Lösung stellen die verschiedene Audiomitteln dar. Es gibt eine Menge Audiolehrstoffe, den man auch im Auto zuhören kann. Ich persönlich mag sie ausgesprochen nicht: lesend kann das Lernprozess besser gesteuert werden. Ich kann Pausen machen, zurückblättern, manchmal auch Notizen neben dem Text schreiben usw. Aber es hängt in erster Linie von dem Persönlichkeitstyp ab. Wer Audiolehrstoffe mag, kann auch in diesen kleinen Zeitspannen viel Kluges hören.
In diesen kleinen Zeitspannen ist die Rolle der Gebräuchen noch größer als übrigens. Im optimalen Fall wird es automatisch, immer ein Buch oder ein Zettel mitzuschleppen, und es in allen möglichen Minuten aus der Tasche hinausziehen. Vor einer längeren Reise denken Sie auch daran, was Sie auf dem Zug sitzend lesen (eventuell schreiben oder am Laptop arbeiten) werden.
Na, haben Sie schon eine Idee, was Ihr erste zu mitschleppende Zettel enthalten wird?