MultiProjecting

Über Produktivität aus den verschiedensten Blickwinkeln

Eine kleine Pause

Ärzte – und in einigen Ländern auch Arbeitsschutzgesetze – empfehlen den Leuten, die mit dem Computer arbeiten, jede Stunde eine fünf Minuten lange Pause zu machen, um die Augen zu schonen.

Gute Idee, und ich muss hinzufügen, dass eine Pause auch an die Arbeit eine gute Wirkung hat. Es bedeutet eine kleine Ablenkung von Arbeit, damit man seine / ihre Gedanken wieder organisieren und neue Ideen gewinnen kann.

Wenn man sich intensiv mit etwas beschäftigt, kommt es oft vor, dass man das Vergehen der Zeit überhaupt nicht bemerkt. Einerseits ist es natürlich gut, wenn man so sehr konzentrieren kann. Andererseits gibt es eine Gefahr: wenn etwas nicht funktioniert, kann man bei dem falschen Gedankengang stecken bleiben.

Um solche Situationen zu vermeiden, benutze ich Erinnerungen. Die warnen einem, dass man schon eine Stunde gearbeitet hat, und Zeit für Pause ist.

In der Pause kann man viele Dinge machen: auf die frische Luft gehen, etwas essen und trinken, kleine Gymnastik machen. Während einer längeren Pause kann man auch Mails checken, einige Blogs, Artikeln lesen usw. Wenn man Zeit für solche Tätigkeiten plant, ist es leichter, während der wirklichen Arbeit diese Sachen zu vergessen. Ich weiß, dass ich um 9:15 meine Emails anschauen werde, um 10:10 etwas essen werde, so kann ich mich jetzt ruhig mit meiner Aufgabe beschäftigen.

Besonders wenn etwas nicht funktionieren will, lohnt es sich ein bisschen aufzustehen, und nach einigen Minuten mit frischen Gedanken zum Problem zurückzukehren. Falls die Lösung nicht gefunden wird, ist es besser, uns einige Stunden mit anderer Art von Arbeit beschäftigen. Die Versuchung ist groß, immer noch etwas auszuprobieren und noch einigen Minuten (endlich einigen Stunden) mit dem – oft so banalen – Problem zu vergeuden, statt eine Pause zu machen und die Ruhe wiederzugewinnen.

Wie es nicht empfehlend ist, zu sehr in Arbeit zu versinken, ist es auch nicht gut, die Pausen immer zu verlängern. Besonders wenn man zu Hause allein arbeitet steht die Gefahr, dass man noch ein bisschen fernsieht, noch das Geschirr spült usw. Gegen solche Pausenverlängerungen kann man zwei Dinge machen. No. 1.: diese Tätigkeiten auch bewusst handeln und planen. Wann werde ich Hausarbeit machen, wann werde ich fernsehen usw? Andererseits können Erinnerungen auch am Ende der Pause viel helfen. Man muss sich bewusst beobachten, und nach einigen Tagen können Sie herausfinden, wie viel Zeit Sie wirklich brauchen, wenn Sie einen Apfel oder ein Sandwich essen oder ein bisschen spazieren wollen.

Eine Pause kann die Produktivität enorm erhöhen. Es lohnt sich, dieses Mittel bewusst zu nutzen.




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